Jugend stärken: Die erste interaktive Übung des EYES-Projekts beleuchtet verborgene kulturelle Geschichten

Das EYES-Projekt hat kürzlich seine erste interaktive Übung abgeschlossen – ein wichtiger Meilenstein in seiner Absicht, junge Menschen mit ihrem kulturellen Erbe zu verbinden. Teilnehmer:innen aus fünf europäischen Ländern – Belgien, Serbien, Ungarn, Deutschland und Polen – verließen ihre Klassen- und Schulungsräume, um die vielfältigen Geschichten und reichen Traditionen ihrer lokalen Gemeinschaften zu erkunden.

Die Jugendlichen wurden durch die ersten Projektoutputs unterstützt:

  • Dem Leitfaden zum kulturellen Erbe und Gemeinschaft, der jungen Menschen das Konzept des kulturellen Erbes näherbringt und seine vielen Facetten hervorhebt;
  • Eine Sammlung bewährter Verfahren und Praktiken, die inspirierende Beispiele liefert, wie kulturelles Erbe auf ansprechende und interaktive Weise vermittelt werden kann;
  • Einem Leitfaden für die Erforschung des kulturellen Erbes, das klare Anleitungen für die Durchführung von eigenen Forschungsprojekten zum kulturellen Erbe bietet.

 

Mit diesen Ressourcen vertieften sich die jungen Forscher:innen in ihre eigenen kulturellen Geschichten. Sie führten Interviews mit lokalen Expert:innen durch, betrieben Feldforschung und durchforsteten Archive, um bemerkenswerte und oft übersehene Geschichten zu entdecken. Dazu gehörten beispielsweise die Rolle von Musik und Tanz bei der Entwicklung bestimmter Gemeinschaften in Budapest, das Erbe der Ahmadiyya-Gemeinde in der deutschen Stadt Mönchengladbach, der historische Kindergarten im Warschauer Tworki-Krankenhaus, die Verbindung zwischen Radfahren und städtischer Identität in Novi Sad sowie das reiche Erbe der Innenstadt von Mons.

Diese Ergebnisse zeigen sehr deutlich: Jugendliche sind nicht nur die Zukunft – sie sind die Gegenwart. Ihre frischen Perspektiven und kreativen Ideen  erinnern uns daran, dass es sich lohnt Jugendlichen zuzuhören. Sie lassen den Alltag in ganz neuem Licht erscheinen und sind in der Lage neue Wege zur Bewältigung aktueller Herausforderungen aufzuzeigen. Indem das EYES-Projekt junge Menschen dazu befähigt, ihre kulturelle Umgebung zu erkunden und zu interpretieren, fördert es eine neue Generation neugieriger, engagierter und einsichtiger Denker:innen, die die Welt durch eine andere Linse betrachten können.

Das Projekt bereitet sich nun auf seine zweite große Phase vor, in der es darum geht, diese Forschungsergebnisse in interaktive Führungen umzuwandeln. Diese Führungen sollen es den Menschen ermöglichen, das lokale Erbe auf dynamische Weise zu erleben, sich mit den persönlichen Geschichten der heutigen Jugend zu verbinden und sich aktiv mit ihren kulturellen Wurzeln auseinanderzusetzen. Nach den Sommerferien werden die jungen Teilnehmer:innen lernen, moderne digitale Werkzeuge zu nutzen, um diese Führungen zu gestalten. Sie werden Fähigkeiten entwickeln, um ihre Forschung in interessante Erzählungen zu verwandeln, optisch ansprechende Broschüren zu gestalten und ihre Führungen mit interaktiven Elementen wie Quizzen und Spielen anzureichern. Am Ende dieser Phase werden die Teilnehmer:innen den gesamten Prozess der Erstellung einer digitalen Führung durchlaufen haben – von der Themenauswahl und Recherche bis hin zum finalen Schritt des digitalen Storytellings.